Die gebürtige Moskauerin studierte Klavier und Musikwissenschaft am Konservatorium ihrer Heimatstadt sowie Cembalo bei Lars Ulrik Mortensen und Christine Schornsheim an der Münchner Musikhochschule. 1998 legte sie ihr Diplom mit Auszeichnung ab, 2003 folgte das Meisterklassendiplom. Weitere wichtige Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Menno van Delft und Bob van Asperen sowie in der Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, Frans Brüggen, Thomas Hengelbrock und Giovanni Antonini. 1997 wurde sie in Bayern als Nachwuchskünstlerin für Historische Aufführungspraxis mit dem Ersten Preis geehrt, mit ihrem Ensemble Lyriarte gewann sie 2001/2002 Zweite Preise beim Johann-Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb im österreichischen Stift Melk sowie beim Internationalen Kammermusikwettbewerb für historische Instrumente "Premio Bonporti" in Italien.
Olga Watts ist eine viel gefragte Spezialistin für Generalbass und Kammermusik, als Cembalobegleiterin trat sie u. a. beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig, beim ARD-Wettbewerb in München und bei dem Festival van Vlaanderen in Brügge auf. Seit April 2005 ist sie als Lehrbeauftragte für Korrepetition Historischer Aufführungspraxis an der Münchner Musikhochschule tätig. Auch auf dem CD-Markt ist Olga Watts als Continuo-Cembalistin präsent: So legte sie u. a. die weltweite Ersteinspielung der Violinsonaten op. 4 von Francesco Geminiani und op. 1 von Francesco Maria Veracini, die kompletten "Mysteriensonaten" von Heinrich Ignaz Franz Biber sowie eine Aufnahme mit weiteren Werken von Biber und Luciano Berio vor. Im Nobember 2008 erschien ihre weitere Aufnahme mit Werken von Antonio und Francesco Maria Veracini mit Ensemble Lyriarte.